Lampedusa in Hamburg: Proteste am 15. Oktober 2013

Demonstration-gegen-rassistische-Polizeikontrollen-am-15.10.2013

Am 15. Oktober 2013 protestierten über 1.000 Menschen gegen den Umgang des Hamburger Senats mit einer Gruppe von rund 300 Flüchtlinge. In Anlehnung an die italienische Insel nennen sie sich Lampedusa in Hamburg und fordern ein Aufenthaltsrecht für alle ihre Mitglieder. Der SPD-Senat will jedoch jeden Einzelfall prüfen und lässt die Polizei gezielt Schwarze kontrollieren, um Mitglieder der Gruppe aufzuspüren. Ein Betroffener der Kontrollen kündigte bereits eine Klage gegen diese an, da er mehrere Stunden auf der Wache festgehalten wurde und Fingerabdrücke abgeben sollte, obwohl er sich ausweisen konnte.

Ein Ultimatum die rassistischen Kontrollen bis Dienstagabend um 20 Uhr zu beenden blieb unbeantwortet, so dass sich über 1.000 Demonstranten im Schanzenviertel trafen. Nach wenigen hundert Metern stoppte die Polizei die Demonstration mit Knüppeln, Pfefferspray und Pferdestaffel – was nicht nur zur friedlichen Gegenreaktionen führte. Vor dem S-Bahnhof Sternschanze kesselte die Polizei mehrere Hundert Personen ein. Nachdem Ruhe eingekehrt war, konnten sich diese nach und nach entfernen.

[nggallery id=6]

In den umliegenden Straßen fanden sich immer wieder spontane Demonstrationen zusammen. Einige Müllcontainer brannten, zahlreiche Baustellenabsperrungen landeten auf der Straße und etwa ab 23 Uhr kehrte langsam Ruhe ein. In den folgenden Tagen kam es zu weiteren Demonstrationen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.