12 Gründe warum der Polizeieinsatz am 21.12.2013 in Hamburg kein Erfolg war

verletzter Polizist

Der Polizeieinsatz am 21. Dezember 2013 in Hamburg war kein Erfolg – egal was die Polizei selbst oder der SPD-Senat erzählen.
Zu den Ereignissen um die „Flora bleibt“-Demo in Hamburg am 21. Dezember 2013 ist schon viel gesagt worden – wobei folgende Beiträge besonders zu empfehlen sind:
Metronaut.de – Hamburg: Die Mär der angreifenden Demonstranten
Benjamin Laufer: Medienberichte und Realität #hh2112
Telepolis.de – Der Mob im Schafspelz?
ntv.de – Die Krawalle in Hamburg und die Rolle der Polizei: Was alles nicht gesagt wird

Was mir allerdings auffällt ist, dass die Polizei selbst und die regierende SPD von einem erfolgreichen Polizeieinsatz sprechen, wobei CDU und FDP ebenfalls ihr Lob aussprechen. Da die Polizei öffentlich nie eingesteht Fehler begangen zu haben, Urteile der Gerichte in einigen Jahren keine Auswirkungen haben und die Legislative ihrer Aufgabe die Exekutive zu kontrollieren nur sehr, sehr selten nachkommt, hier im Buzzfeed-Stlye die „11 12 Gründe warum der Polizeieinsatz am 21.12.2013 in Hamburg kein Erfolg war“.

1. weil es Ihre Aufgabe war, dafür zu sorgen, dass die Demonstration ohne Störungen von A nach B läuft.
2. weil sie die stundenlangen Ausschreitungen in zwei Stadtteilen nicht verhindert hat.
3. weil 21 oder Festnahmen angesichts der Unzahl an Straftaten ein Witz sind und die 320 Ingewahrsamnahmen größtenteils nur das Pech hatten zur falschen Zeit am falsche Ort gewesen zu sein.
5. weil über 500 geschätzte verletzte Demonstranten und Passanten für wahllose Einsätze von Pfefferspray und Schlagstöcken und nicht für gezieltes Vorgehen gegen Straftäter sprechen.
6. weil 120 verletzte Polizisten kein Zeichen davon sind „Herr der Lage“ zu sein.
7. weil es deutlich mehr als 120 verletzte Polizisten gegeben hätte, wenn nicht eine so hohe Quote an Wurfgeschossen an anderen Orten als beabsichtigt gelandet wäre.
8. weil es nicht gerade von Intelligenz zeugt, dass man im Vorfeld von 3.000 erwarteten Gewaltbereiten spricht und dann ohne einen relevanten Anlass die Konfrontation sucht, wobei deren Ende klar war. Oder es war genau so kalkuliert: Was bedeuten würde, dass der Senat und die Polizeiführung verletzte Demonstranten und Polizisten, die Beschneidung von Grundrechten (Demonstrationsfreiheit) und Sachschäden in bestimmt sechsstelliger Höhe in Kauf genommen hätten.
9. weil die die vielbeschworene Deeskalation vielleicht nicht für einen komplett friedlichen Tag gesorgt hätte, aber sie nicht einmal auszuprobieren kein Zeichen moderner Polizeiarbeit ist.
10. weil einige Beamten von ihren Kolleginnen zurück gehalten werden mussten, um sich nicht selbst zu gefährden.
11. weil dieser Tweet erklärt warum einige Polizisten wie besinnungslos, wahllos auf Menschen einprügeln.

 
12. weil das Verhalten der Polizei nicht dazu geführt hat, dass sich „friedliche Demonstranten“ von „gewalttätigen Straftätern“ distanziert haben, sondern eher noch selber zu welchen geworden sind.

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