Solidarität mit Kobane: Demonstration gegen IS in Hamburg

Solidarität mit den Bewohnern von Kobane und Forderung nach Eingreifen der Internationalen Gemeinschaft.

Nachdem am Montag, den 6. Oktober 2014, die Angreifer des Islamischen Staats (IS) in die ersten Viertel von Kobane eindrangen und die kurdischen Verteidiger der Stadt in Straßenkämpfe verwickelten gingen Kurden in ganz Deutschland und Europa auf die Straße und forderten ein Eingreifen der europäischen Länder gegen die IS-Kämpfer. In Hamburg versammelten sie sich vor dem Rathaus.

„Kobane ist nicht alleine! Stop IS – Stop Terror!“ stand auf dem Plakat, dass die Demonstranten mit sich führten. Am Montagabend versammelten sie sich spontan am Steindamm in St. Georg und zogen von dort durch die Innenstadt zum Rathaus und hielten dort eine Kundgebung ab. Im Wind flatterten Fahnen verschiedener kurdischer und türkischer Organisationen sowie mit dem Konterfei des ehemaligen PKK-Chefs Abdullah Öcalan.

Auf dem Rathausmarkt versammelten 200 bis 300 Menschen und forderten die „Internationale Gemeinschaft“ zum Einschreiten gegen ein drohendes Massaker in Kobane auf. Konkret verlangten sie von der Bundesregierung nicht nur Waffen an die Peshmerga im Nordirak zu liefern, sondern auch an die Verteidiger der Stadt im Norden von Syrien. Außerdem solle sie auf die Türkei einwirken, damit die AKP-Regierung ihre Unterstützung des IS beendet. Die geforderten Luftschläge der Anti-IS-Koalition begannen noch während der Kundgebung – ob mit der geforderten Effektivität und erhofften Zerstörung der schweren Waffen der Dschihadisten war zunächst nicht bekannt.

Die Polizei war mit zahlreichen Streifenwagen vor Ort, duldete aber die Demonstration innerhalb der Bannmeile bis spät in die Nacht. Aus bisher noch unbekannten Gründen kam es allerdings gegen Mitternacht zu mehreren Ingewahrsamnahmen in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Update

Den Ingewahrsamnahmen am Hauptbahnhof soll den NDR-Nachrichten im Radio zufolge eine Auseinandersetzung in einem Imbiss voraus gegangen sein.

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