Allgemein

Protest gegen EU-Flüchtlingspolitik – Trauer nach Schiffsunglücken im Mittelmeer

Bis zu 1.000 Menschen haben am Abend des 22. April 2015 in Hamburg gegen die EU-Flüchtlingspolitik demonstriert und um die Toten der Schiffsunglücke im Mittelmeer getrauert. Eine stetig wachsende Zahl an Demonstranten zog vom Neuen Pferdemarkt durch St. Pauli bis zum Hamburger Fischmarkt und skandierte dabei Parolen wie „Nie, nie, nie wieder Frontex“ oder „Stoppt die rassistischen Kontrollen“. Dort warfen sie Blumen in die Elbe gedachten mit einer Schweigeminute der Opfer der Schiffsunglücke im Mittelmeer. Nach dem Ende der Demonstration setzten kleinere Gruppen ihren Protest gegen die EU-Flüchtlingspolitik im Stadtteil fort. Die Polizei versuchte die Gruppen immer wieder zu zerstreuen und setzte dabei auch einzelne Demonstranten fest. Nein, Demonstranten haben keine Barrikaden gebaut. Die Außenmöblierung des Restaurants in den Tanzenden Türmen haben die Polizisten beiseite geräumt, um Platz für eine Festnahme und mehrere Personalienkontrollen zu haben.

Bremen-Neustadt: Sperrgebiet für die NPD

Ganze Straßenzüge der Bremer Neustadt glichen heute einer Geisterstadt. Damit die rechtsextreme Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) ungestört ihre Aufmarschstrecke absolvieren konnte, hatte die Polizei diese hermetisch abgeriegelt. Von der Gegendemonstration kommend galt es an drei Polizeiabsperrungen auf 100 Metern seinen Presseausweis zu zeigen, um auf die menschenleere Langemarckstraße zu gelangen. Dort hatte nur wenige Geschäfte überhaupt geöffnet. Auf der gesamten Route der NPD galt ein Parkverbot und Passanten waren nur selten zu sehen. Die Polizei begleitete Anwohner von den Absperrungen bis zu ihrer Haustür. Auch Journalisten durften nicht alleine durch die Straßen gehen und bekamen uniformierte Babysitter an die Seite gestellt, die sie zur ihrem Zielort begleiteten. Entsprechend störungsfrei verlief dann auch der Aufmarsch der etwa 180 NPD-Anhänger.