Politik

G20: Auf Hamburgs Straßen nicht sonderlich willkommen

Schon lange vor den Demonstrationen an den Gipfeltagen regte sich in Hamburg Protest gegen den G20-Gipfel. Wer im Frühjahr 2017 die Augen offen hielt, konnte zahlreiche verklebte Aufkleber und Plakate entdecken. Eine kleine Auswahl gibt es hier zu sehen – inklusive einiger Nachzügler nach den Protesten im Juli 2017.

„Breite Soli“-Demonstration am 30. April

Breit Soli-Demo am 30. April 2016

Rund 1800 Menschen demonstrierten am 30. April 2016 vom Hamburger Schanzenviertel bis nach St. Pauli. Sie wollten hauptsächlich ihre Solidarität mit den Angeklagten im Prozeß nach der Besetzung eines Hauses in der Breiten Straße vor fast zwei Jahren ausdrücken. Aber auch der Schanzenhof, die verstärkten Polizeikontrollen auf St. Pauli und der abgebrannte Golden Pudel Club wurden thematisiert.

Hamburg sieht rot: Revolutionäre 1. Mai-Demonstration 2015

Die Demo macht sich auf den Weg.

In Hamburg fanden 2105 zwei revolutionäre 1. Mai-Demonstration statt. Eine sollte an der Feldstraße beginnen und durch die Innenstadt zum Millerntor ziehen. Die zweite Demo in Altona stand unter dem Motto „Hamburg sieht rot“ und sollte auf der Reeperbahn enden. Sie erreichte auch ihr Ziel, während die andere schon nach wenigen Metern von der Polizei gestoppt und aufgelöst wurde.

Protest gegen EU-Flüchtlingspolitik – Trauer nach Schiffsunglücken im Mittelmeer

Bis zu 1.000 Menschen haben am Abend des 22. April 2015 in Hamburg gegen die EU-Flüchtlingspolitik demonstriert und um die Toten der Schiffsunglücke im Mittelmeer getrauert. Eine stetig wachsende Zahl an Demonstranten zog vom Neuen Pferdemarkt durch St. Pauli bis zum Hamburger Fischmarkt und skandierte dabei Parolen wie „Nie, nie, nie wieder Frontex“ oder „Stoppt die rassistischen Kontrollen“. Dort warfen sie Blumen in die Elbe gedachten mit einer Schweigeminute der Opfer der Schiffsunglücke im Mittelmeer. Nach dem Ende der Demonstration setzten kleinere Gruppen ihren Protest gegen die EU-Flüchtlingspolitik im Stadtteil fort. Die Polizei versuchte die Gruppen immer wieder zu zerstreuen und setzte dabei auch einzelne Demonstranten fest. Nein, Demonstranten haben keine Barrikaden gebaut. Die Außenmöblierung des Restaurants in den Tanzenden Türmen haben die Polizisten beiseite geräumt, um Platz für eine Festnahme und mehrere Personalienkontrollen zu haben.