Demonstration gegen Gefahrengebiet im Gefahrengebiet

Tag 4 des Gefahrengebiets, zum ersten Mal findet sich eine Anmelderin für eine Demonstration gegen die polizeilichen Sonderrechte in St. Pauli, Sternschanze und Altona. Los geht es um 20:30 Uhr von Park Fiction. Über Pinnasberg, Pepermölenbek, Reeperbahn, Helgoländer Allee und Bernhard-Nocht-Straße ziehen die Protestler wieder zum Park Fiction. Nur vor der Davidwache stehen ein paar mehr Beamten zur Bewachung und die Demonstranten machen für zwei, drei Minuten eine Pause und skandieren „Lügner, Lügner“. Die Demonstration verläuft ohne besondere Vorkommnisse, die Polizei begleitet sie die ganze Zeit über entspannt und auch die Teilnehmer haben keine Probleme mit der Anwesenheit der Ordnungshüter. Umso verwunderter ist es am nächsten Morgen in den Radio-Nachrichten zu hören, dass es am Rande zu Auseinandersetzungen gekommen sei, Polizisten mit Feuerwerkskörpern beworfen wurden und es 17 Ingewahrsamnahmen gab. OK, drei oder vier Böller haben geknallt, interessierten die die Demonstration begleitenden Polizisten aber nicht. Sie fühlten sich offensichtlich nicht […]

Lampedusa in Hamburg: Proteste am 15. Oktober 2013

Am 15. Oktober 2013 protestierten über 1.000 Menschen gegen den Umgang des Hamburger Senats mit einer Gruppe von rund 300 Flüchtlinge. In Anlehnung an die italienische Insel nennen sie sich Lampedusa in Hamburg und fordern ein Aufenthaltsrecht für alle ihre Mitglieder. Der SPD-Senat will jedoch jeden Einzelfall prüfen und lässt die Polizei gezielt Schwarze kontrollieren, um Mitglieder der Gruppe aufzuspüren. Ein Betroffener der Kontrollen kündigte bereits eine Klage gegen diese an, da er mehrere Stunden auf der Wache festgehalten wurde und Fingerabdrücke abgeben sollte, obwohl er sich ausweisen konnte. Ein Ultimatum die rassistischen Kontrollen bis Dienstagabend um 20 Uhr zu beenden blieb unbeantwortet, so dass sich über 1.000 Demonstranten im Schanzenviertel trafen. Nach wenigen hundert Metern stoppte die Polizei die Demonstration mit Knüppeln, Pfefferspray und Pferdestaffel – was nicht nur zur friedlichen Gegenreaktionen führte. Vor dem S-Bahnhof Sternschanze kesselte die Polizei mehrere Hundert Personen ein. Nachdem Ruhe eingekehrt war, konnten […]

Cyclassics: Protest gegen Vattenfall und Kohlekraftwerk in Moorburg

Robin Wood bei Vattenfall Cyclassics 2013

Die Umweltschutzorganisation Robin Wood hat bei den Cyclassics in Hamburg gegen den Hauptsponsor Vattenfall protestiert. Am Rande des Zieleinlaufs erklommen drei Kletterer Bäume sowie einen Laternenmast und hängten in luftiger Höhe Plakate auf. Sie kritisieren den Energiekonzern sowohl für seine Atomkraftwerke und besonders für das Kohlekraftwerk Moorburg, dass in der Woche vor dem Radrennen seinen Betrieb aufgenommen hat. [nggallery id=5]

10 Jahre Räumung des Bauwagenplatz Bambule

Am 4. November 2002 setze der Law-and-Order-Senat aus CDU, FDP und Schill-Partei seine Ankündigungen um und über 1.000 Polizisten jagten den Bauwagenplatz Bambule aus der Stadt. Die folgenden Wochen waren geprägt von zahlreichen Demonstrationen, bei denen es teilweise zu Auseinandersetzungen mit der immer massiv präsenten Staatsmacht kam. Nach einem halben Jahr nahmen die Proteste etwas ab gingen aber bis zum April 2004 weiter. Mit dem Wendebecken räumte der CDU-geführte Senat auch ohne Schnill im September 2004 den nächsten Wagenplatz. Doch die Zeiten ändern sich und 2012 konnte der Wagenplatz Zomia gegen alle Widerstände eine Fläche im Schanzenviertel beziehen. [nggallery id=3]