Gefahrengebiet

Ein Jahr Klobürsten-„Revolution“ in den Google Trends

Vor einem Jahr begann die Klobürsten-„Revolution“ in Hamburg. Sie hatte nicht nur ein ungewöhnliches Symbol, sondern war zumindest im Bezug auf die Abschaffung eines Gefahrengebiets erfolgreich und hinterließ Spuren in den Google Trends. Pünktlich zum Jahrestag des bis heute nicht aufgeklärten und von vielen angezweifelten Angriff auf die Davidwache im Dezember 2013 soll es einen neuen Anschlag auf die Polizeiwache an der Reeperbahn gegeben haben. Da es dieses Mal allerdings nur eklig stank – was auf dem Kiez ehrlich gesagt öfter der Fall ist – war die Welle dieses Mal kleiner und führte nicht zu einem neuen Gefahrengebiet. Aber Grund genug kurz zurück zu blicken. Und zwar auf die Klobürste, die durch einen kurzen Ausschnitt in einem NDR-Beitrag für die Tagesthemen zum berühmten Protestsymbol wurde, als ein Polizist sie einem in Gewahrsam genommenen Protestler aus dem Hosenbund zog. Das absurde Protestsymbol führte nicht nur zu ungewöhnlichen und oft lustigen Bildern, […]

Demonstration gegen Gefahrengebiet im Gefahrengebiet

Tag 4 des Gefahrengebiets, zum ersten Mal findet sich eine Anmelderin für eine Demonstration gegen die polizeilichen Sonderrechte in St. Pauli, Sternschanze und Altona. Los geht es um 20:30 Uhr von Park Fiction. Über Pinnasberg, Pepermölenbek, Reeperbahn, Helgoländer Allee und Bernhard-Nocht-Straße ziehen die Protestler wieder zum Park Fiction. Nur vor der Davidwache stehen ein paar mehr Beamten zur Bewachung und die Demonstranten machen für zwei, drei Minuten eine Pause und skandieren „Lügner, Lügner“. Die Demonstration verläuft ohne besondere Vorkommnisse, die Polizei begleitet sie die ganze Zeit über entspannt und auch die Teilnehmer haben keine Probleme mit der Anwesenheit der Ordnungshüter. Umso verwunderter ist es am nächsten Morgen in den Radio-Nachrichten zu hören, dass es am Rande zu Auseinandersetzungen gekommen sei, Polizisten mit Feuerwerkskörpern beworfen wurden und es 17 Ingewahrsamnahmen gab. OK, drei oder vier Böller haben geknallt, interessierten die die Demonstration begleitenden Polizisten aber nicht. Sie fühlten sich offensichtlich nicht […]